Latein
Latein, was ist das eigentlich?
Rom, die Hauptstadt Italiens, wurde der Sage nach im Jahre 753 v. Chr. von Romulus in der Landschaft Latium gegründet und gab den Römern ihren Namen. Von der Landschaft Latium und ihren Bewohnern, den Latinern, hat die Sprache der Römer ihren Namen erhalten - Latein.
Dieses Latein wurde nicht nur über Jahrhunderte hinweg gesprochen, man hat auch alle Verträge, Gesetze und vor allem literarische Werke in dieser Sprache aufgeschrieben - in dem lateinischen Alphabet, das wir bis heute benutzen. Im Laufe der Jahrhunderte dehnten die Römer ihr Reich über das gesamte Mittelmeer und sogar bis ins heutige Deutschland und Großbritannien aus.
Sie hinterließen in diesen Ländern Tempel, Theater, Thermen (Badeanlagen), Straßen und Brücken, und viele Völker übernahmen auch die Sprache der Römer. Noch lange Zeit nach dem Zerfall des römischen Reiches lebte Latein weiter: Es wird z. B. in der Kirche z.T. bis heute gesprochen und gesungen, war die Sprache der Verwaltung und Gerichte und blieb bis ins 20. Jahrhundert hinein eine wichtige Sprache der Wissenschaft
Kenntnisse in einer dieser modernen Sprachen erleichtern dir das Erlernen des Lateinischen. Wenn du zuerst Latein lernst, hast du gute Voraussetzungen zum Erlernen moderner Fremdsprachen.
Dabei hilft dir nicht nur der lateinische Wortschatz. Latein ist nämlich vor allem ein »grammatisches Rückgrat«: Man lernt im Lateinunterricht, wie eine Sprache funktioniert. Latein ist gewissermaßen ein »Modell von Sprache«. Gerade diese Eigenschaft des Lateinischen ist eine gute Basis für dich, moderne Fremdsprachen (auch das Russische!) zu erlernen oder bereits vorhandene fremdsprachliche Fähigkeiten zu vertiefen.
Latein hilft dir im Deutschen
Wenn du Latein lernst, trainierst du zugleich deine Muttersprache. So übst du beim Übersetzen von lateinischen Texten, genau hinzusehen, geeignete Wörter und Ausdrücke zu suchen, sie zu prüfen und auszuwählen. Auf diese Weise kannst du deine sprachliche Beweglichkeit und Sicherheit im Ausdruck verbessern.
Die links aufgeführten Wörter sind dir sicherlich schon oft im Fernsehen, im Radio oder in der Zeitung begegnet. Alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie stammen aus dem Lateinischen. Wenn du Latein lernst, dann verstehst und beherrscht du viele solcher Lehn und Fremdwörter.
Latein macht Spaß
Heute lernt man abwechslungsreich Latein: ob zu zweit, in der Gruppe oder spielerisch - die Arbeitsweise ist so vielseitig und ideenreich wie die Schüler. Oder vielleicht hat man einmal Lust, selbst Lehrer zu sein und seinen Mitschülern im Teamwork mit dem Lehrer den neuen Stoff zu erklären?
Auch neue Computerprogramme und das Internet stehen dir zur Verfügung: Sie helfen beim Erlernen des Lateinischen und machen Lust, sich auf Entdeckungsreisen in das antike Rom zu begeben.
Selbstverständlich wird auch gerätselt, gezeichnet oder Theater gespielt: Die modernen Lehrbücher bieten hierfür zahlreiche Vorschläge und Anregungen. Auch Asterix und Obelix sind dabei, natürlich auf Latein!
Welche Namen und Begriffe aus der antiken Welt
kannst du auf diesem Fisch entdecken?
Außerdem gibt es vielfältige Möglichkeiten der außerunterrichtlichen Arbeit, so z. B. bei Besuchen von Museen und Ausstellungen, auf Klassenfahrten ins »römische Germanien« und zu anderen antiken Stätten in Europa
Latein hat Themen für jeden!
Im Lateinunterricht erschließt du dir die Antike und das, was sie für spätere Zeiten (unsere eingeschlossen!) bewirkt hat. Dabei kann man sich mit einer Fülle von ganz verschiedenen Themen beschäftigen. Allein die lateinischen Schriftsteller aus Antike, Mittelalter und Neuzeit bieten eine große Auswahl an interessanten Stoffen:
Die Dichter Catull und Ovid durchleben alle Höhen und Tiefen der Liebe, die Geschichtsschreiber Livius und Sallust machen römische Geschichte lebendig, Caesar liefert Diskussionsstoff über das Streben nach Herrschaft und Macht, der Redner und Philosoph Cicero gibt Anlass, sich über Grundprobleme des menschlichen Lebens Gedanken zu machen. Die Carmina Burana zeigen ein Bild von der Lebensfreude und dem Witz der Menschen im Mittelalter, der Humanist Thomas Moros fragt danach, wie ein idealer Staat gestaltet sein sollte.
(Quelle: Auszüge aus http://www.altesprachen.de/latein/latein.htm)



