St. Arnoldi
St. Arnoldi-Kirche des Missionshauses
Die Kirche wurde am 11. Juli 1964 von Bischof Josef Höffner konsekriert. Der Bischof erläuterte in seiner Predigt drei Geheimnisse der neuen Kirche:
Stätte göttlicher Begegnung - Begnadung - und Sendung.
Architekt: Maximilian von Hausen, Münster
Bauausführung: Josef Klumps, St. Arnold
Alle Angaben zur Kirche entnommen aus einer Broschüre für den internen Gebrauch, verfasst von P. Ludwig Fischer SVD, 1992
Altar
12 Travertinblöcke, Sinnbild der zwölf Apostel, tragen die quadratische Altarplatte, so angeordnet, dass in allen vier Seitenflächen des Altarfußes ein kreuzförmiger Hohlraum ausgespart wird. Im Schnitt des Kreuzschenkels befindet sich ein bronzenes, würfelförmiges Gefäß, das an jeder Seite mit einem der vier Wesen aus dem Buch Ezechiel geschmückt ist, die auf die vier Evangelisten hinweisen.
Innenraum
Der Innenraum der Kirche versinnbildlicht den Gedanken der Sendung durch das Bild vom Netz. Zwei Welten werden deutlich gekennzeichnet, unten dunkel (Erde) durch blaugrauen Anröchter Dolomit und dunkle Betonwaben, oben helle Farben (Himmel)
Stele
Der mit mehreren Bergkristallen und Achaten besetzte Schrein auf der Stele aus Anröchter Dolomit enthält Reliquien des Hl. Arnold von Arnoldsweiler und des Hl. Arnold Janssen. Der Hl. Arnold von Arnoldsweiler (+ um 800) wurde als Sänger aus Griechenland an den Hof Kaiser Karls des Großen berufen. Die heute Arnolduskapelle genannte alte Pfarrkirche zu Düren-Arnoldsweiler hütet das Hochgrab des Heiligen. Die Pfarrei Arnoldsweiler schenkte eine große Reliquie aus dem Haupt des Hl. Arnold unserer Kirche, der zweiten Arnoldikirche im dt. Raum. Umgekehrt schenkte Arnold Janssen der Pfarrei Arnoldsweiler ein Arnoldusbild.
Apostelsteine
Sie erinnern an die missionarische Sendung durch die sinnfällige Erinnerung an die 12 Apostel. Mehrere Handbreit ragen die mit eisernen Kreuzen geschmückten Steine aus Anröchter Dolomit aus der Maßwerkmauer hervor, sogar auch außen sichtbar.
Schutzmantelmadonna
Gertrud Büscher-Eilert, Horstmar, 1957
Die Figur stammt aus der frühen Schaffensperiode der Künsterlin. Sie wird aus dem Stamm herausgearbeitet, die Form ist kompakt, geschlossen. Theologisch weist sie auf das Bild der Schutzmantelmadonna in vielen mittelalterlichen Darstellungen ("Maria breit den Mantel aus".) Vertreter aus 12 Stämmen/ Völkern bergen sich unter dem Mantel der Madonna, u.a. der Hl. Arnold Janssen.
Das Kreuz
Das Kreuz ist ein Geschenk der Mutterpfarre St. Anna, Neuenkirchen, an das Missionshaus zu seiner Gründung im Jahre 1929. Es ist aus Mooreiche aus dem Emsland und wird der Schöppinger Schule zugeordnet. Heinz Bücker hat es farblich neu gefaßt und auf ein Gabelkreuz (Coesfelder Kreuz) gesetzt.
Orgel
Intonation von H. Böhm und P. Schanz SVD. Hergestellt 1967 von Fa. Anton Veith, Paderborn. 1770 Pfeifen.
Weihwasserbecken
Muschel aus der Südsee, Symbol für Geburt und Auferstehung
Kreuzweg
Mosaikarbeit, die kleinen Bilder sind in die Wand eingelassen. Sie stammen von der ev. Künstlerin Erika Neubert aus Stuttgart.
Der Hl. Josef
Gertrud Büscher-Eilert, Horstmar, 1988
Die Figur stammt aus einer späteren Schaffensperiode der Künstlerin. Sie ist bewegter, leichter gelockerter. Bei der Aufstellung 1988 wurde die Figur der Madonna neu gefaßt und der anderen Figur angeglichen.
Das Zelt
Von aussen erinnert die Kirche an das Zelt der Rastlosen, der Suchenden auf dem Weg zu Gott. Die Betonpfeiler deuten auf die Seilbefestigungen hin, die Aussparungen im Dachbereich auf die für Zeltbauten typischen Dreiecksfenster mit Regenschutz.
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